Zentrale Lüftungsanlagen für Wohnräume mit Wärmerückgewinnung

Anwendung

Im Durchschnitt halten wir uns täglich 21,6 Stunden in Innenräumen auf und atmen 18.000 Liter Luft!.

Bei gut gedämmten und dichten Wohngebäuden, z.B. bei Niedrigenergiehäusern, ist eine kontrollierte mechanische Lüftung unbedingt erforderlich.

Sie garantiert, außer einer relativ großen Energieeinsparung gegenüber Fensterlüftung, auch das Entfernen überschüssiger und schädlicher Feuchte im Raum (Feuchtelast).

Funktionsschema
Im Bild ist das Schema einer zentralen Lüftungsanlage dargestellt.

Luftwechsel
Diese Anlagen garantieren einen erforderlichen stündlichen Luftwechsel von 0,5 - 0,8 1/h.

Lüftungsprinzip
Das Lüftungsprinzip ist eine zugfreie Quer- bzw. Quelllüftung. Voraussetzung sind schwellenlose Türen (mit Luftspalt). 
 

Vorteile:

Nachteile:

Planungshinweise

Aufstellung

Das Lüftungszentralgerät kann im Keller/ Erdgeschoss (s. Bild) oder auf dem Dachboden aufgestellt werden.
Die Anlage arbeitet absolut geräuscharm.

Kanalsystem
Für die Zuluft ist ein kleines Kanalsystem erforderlich (s. Bild oben). Kanalquerschnitte max. 80 bis 100 mm.

Am Markt gibt es verschiedene Systeme mit Vor- und Nachteilen.

Montage
Im Neubau ist die Montage unproblematisch. Es können alle Montagesysteme eingesetzt werden, im Altbau nur spezielle

Luftfilter
Belastungen durch Hausstaub, Milben oder Blütenpollen können durch wartungsfreundliche Filter merklich verringert werden.

Wohnräume mit offenen Feuerstellen
z. B. Kamine etc., können nicht in die Zentrallüftung eingebunden werden.

Einzelraumlösungen
ohne Kanalsystem sind besonders auch im Altbau zur Nachrüstung oder wenn nur wenige Räume belüftet werden sollen, zu empfehlen


 Diese Geräte werden in die Außenwand montiert, in d. R. pro Raum ein Gerät. 
 (in diesem Beispiel sind mindesten 2 Geräte erforderlich, bzw. 2 Räume mit je einem Lüftungsgerät zu verwenden)





 
Kombinationen mit Wärmepumpen und Solaranlagen
werden von einigen Herstellern angeboten.
Ob diese Lösungen sinnvoll und wirtschaftlich sind, beantworten wir Ihnen in unsren speziellen Fachberatungen.


Wärmerückgewinnung

Im Zusammenhang mit einer Wärmerückgewinnung mit Wärmetauschern ist der erforderliche zusätzliche Energieaufwand für die Vorwärmung der Außenluft relativ klein. Den großen Einspareffekt bringt allerdings im Vergleich zur Fensterlüftung die kontrollierte Lüftung selbst.

Bis zu 90% Wärme kann aus der Abluft zurück gewonnen werden, d. h. bis ca. 0°C Außenlufttemperatur, muss die Frischluft nicht vorgewärmt werden.
Nachgeheizt wird bei Bedarf in d. R. mit einem E-Wärmetauscher.

Die Unterschiede der angegebenen Wärmetauscher-Wirkungsgrade (80 oder 90%) unterschiedlicher Hersteller sind nicht überzubewerten.

Zusätzlich kann die angesaugte Frischluft sehr effektiv über ein Erdrohr um das Haus in ca. 1,5 m Tiefe geführt werden (nur bei Keller- oder EG-Aufstellung der Lüftungszentrale).

Im Winter wird damit die Frischluft vorgewärmt und im Sommer gekühlt.
 

Wohnraumlüftung